15 Tipps, um Lampenfieber zu reduzieren

Präsentieren und sich richtig verkaufen sind wichtige Voraussetzungen im Geschäftsleben. Trotz aller Fähigkeiten und bester Vorbereitung scheitern wir immer wieder an übergroßem Lampenfieber. Besonders stark trifft es uns in wichtigen Momenten: beim Kunden, bei Präsentationen oder Verhandlungsgesprächen, vor Vorgesetzten, bei Bewerbungsgesprächen oder auch einfach vor den besten KollegInnen. Tipps zur Reduktion von Redeangst.

80% der Menschen, die vor anderen auftreten, sprechen oder eine Leistung erbringen müssen, leiden unter Lampenfieber. Betroffen sind jung und alt, nicht nur Künstler sondern auch Studierende, Vortragende, Politiker und Manager. Ist die Auftrittsangst übermächtig, wird das Leistungsvermögen beeinträchtigt. Man denke nur an das gefürchtete Blackout. Unsicheres Auftreten vermindert die Glaubwürdigkeit und die Vertrauenswürdigkeit. Viele Karrieren sind schon daran gescheitert. Im schlimmsten Fall ist das Lampenfieber so groß, dass die Betroffenen jegliche Auftrittssituationen meiden und sich dadurch große Chancen entgehen lassen.
 
Doch das muss nicht sein!
 
Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihr Lampenfieber in den Griff bekommen können:
 
  1. Atmen Sie vor allen Dingen aus und lassen Sie dann den Einatem von selbst einströmen. Das fördert die Tiefatmung und das Zwerchfell kann sich wieder entspannen. Trainieren Sie diese Atemtechnik täglich. Nutzen Sie auch während Ihrer Rede die Sprechpausen zur bewussten Ausatmung.
 
  1. Machen Sie vor Ihrem Auftritt etwas Bewegung. Dadurch werden Stresshormone abgebaut und Sie können sich besser entspannen.
  1. Wärmen Sie auch Ihre Stimme auf. Einfaches Summen oder Singen hilft schon. Sie schmieren damit Ihre Sprechwerkzeuge, hören den Klang Ihrer Stimme und verbessern Ihre Stimmung.
  1. Ziehen Sie sich vor Ihrem Auftritt ein paar Minuten zurück. Machen Sie ein paar Lockerungsübungen und gehen Sie die ersten 10 Sätze nochmals durch.
  1. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Thema und lassen Sie sich von Ihrer eigenen Begeisterung dafür tragen und leiten.
  1. Eine positive Einstellung zu sich selbst fördert Ihr Selbstwertgefühl. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Dinge, die Sie schon können. Orientieren Sie sich an bisherigen Erfolgen.
  1. Treten Sie Ihren Zuhörern offen und freundlich gegenüber. Betrachten Sie das Publikum nicht als Feind. Die meisten Menschen, die gekommen sind, um Sie zu hören, stehen Ihnen wohlwollend oder zumindest neutral gegenüber.
  1. Stehen Sie aufrecht und mit beiden Beinen fest am Boden. Spüren Sie Ihre Erdung und Ihre Mitte. Eine selbstbewusste Körpersprache wirkt erwiesener Maßen auf die Psyche zurück.
  1. Lassen Sie Ihren inneren Perfektionisten vor der Türe. Er hilft Ihnen nicht, sondern schränkt sie ein. Vor lauter Selbstkontrolle verlieren Sie Ihre Spontanität und können nicht mehr adäquat reagieren. Meist sind die Ansprüche an sich selbst überzogen. Erlauben Sie sich Fehler und Pannen. Paradoxer Weise treten sie gerade dann weniger häufig auf.
  1. Denken Sie Katastrophengedanken zu Ende und entwickeln Sie einen Plan B. Z. B.: „Was ist, wenn eine Frage gestellt wird, auf die ich keine Antwort weiß?“ oder „Was mache ich, wenn ich ein Blackout habe?“ Spielen Sie in Gedanken mehrere Möglichkeiten durch, wie Sie in solchen Fällen reagieren werden. Und es gibt immer mehrere Möglichkeiten, um aus solchen Situationen gut auszusteigen.
  1.  Visualisieren Sie Ihren Erfolg! Malen Sie sich vor Ihrem inneren Auge so oft wie möglich in allen Farben und Details aus, wie Sie souverän und gelassen Ihre Auftritte bewältigen. Diese Methode stammt aus dem Spitzensport und wird auch im Management eingesetzt.
  1.  Hören Sie auf, Ihre Lampenfiebersymptome zu beobachten und negativ zu bewerten. Je mehr Sie sich anstrengen, sie zu unterdrücken, desto stärker werden sie. Das Herzrasen wird ebenso vorbeigehen wie ein Zittern oder Schwitzen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit lieber auf Ihre Atmung und darauf, was Sie sagen werden.
  1.  Aber vor allem stehen Sie zu Ihrem Lampenfieber. Wenn Sie sich dafür genieren, wird es auch für das Publikum unangenehm. Blackouts passieren sogar den geübtesten Rednern, nur nehmen die es gelassen hin und finden so wieder den roten Faden.
  1.  Schließen Sie die eigene Beurteilung Ihrer Leistung mit etwas Positiven ab. Loben Sie sich selbst für das, was gelungen ist und belohnen Sie sich.
  1. Übung macht den Meister! Nutzen Sie jede Gelegenheit, die sich Ihnen bietet, um vor anderen Menschen zu sprechen. So bekommen Sie nach und nach Routine und werden erleben, dass sich Ihre Angst allmählich verringert. Tun Sie das, wovor Sie sich fürchten und die Angst stirbt einen sicheren Tod!
 

Lampenfieber ist so vielfältig wie die Menschen, die davon betroffen sind. Demnach ist nicht jede Übung für jeden Menschen gleich gut geeignet und wirksam. Suchen Sie sich Methoden aus, die zu Ihnen passen und Ihnen helfen.